Die Bearbeitungszugabe bezeichnet die Menge an Rohmaterial, die vom fertigen Aluminium-Druckgussteil abgetragen werden kann. Die Gussteile können Oberflächenrauheiten und geometrische Formen aufweisen, die geringfügig vom tatsächlichen Design abweichen. Daher ist nach dem Druckguss eine Nachbearbeitung erforderlich, um diese Fehler zu korrigieren.
Der entscheidende Punkt ist, dass die besten mechanischen Eigenschaften und die beste Dichte der Gussteile an der Oberfläche oder in der Nähe der Oberfläche liegen. Daher sollte die Bearbeitungszugabe sorgfältig bestimmt werden, um ein Eindringen in die weniger dichten Teile zu vermeiden.
Allerdings muss in der Konstruktionsphase eine gewisse Bearbeitungszugabe für die Bearbeitungs- und Gussvariablen festgelegt werden. Wenn die Bearbeitungszugabe zu gering ist, werden die Anforderungen an die Oberflächenqualität möglicherweise nicht erfüllt und es besteht die Gefahr, dass Fehler in den Teilen zurückbleiben.
Andererseits erhöht eine übermäßige Bearbeitungszugabe für die Teile die Produktionszeit, die Arbeitskosten und die Gesamtkosten. Eine vorherige Rücksprache mit dem Druckgusslieferanten hilft Ihnen dabei, die geeignete Bearbeitungszugabe zu ermitteln.
Im Allgemeinen sollte die minimale Bearbeitungszugabe 0,25 Millimeter (0,010 Zoll) betragen, um den Werkzeugverschleiß zu reduzieren und die Porosität der Gussteile zu minimieren. Die maximale Bearbeitungszugabe ist die Summe aus der minimalen Bearbeitungszugabe und der Verformung der Gussteile.
Im Folgenden finden Sie ein Beispiel für den Vergleich von Bearbeitungszugaben an zwei unterschiedlichen Referenzpunktpositionen.
Bei flachen und großen Teilen sind jedoch einige zusätzliche Überlegungen erforderlich. Sie können sich in diesem Fall an Ihren Gießer wenden, um die Bearbeitungszugabewerte sicherzustellen.